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Reispfanne mit Soya-Gochujang-Sauce und Tofu

Reispfanne mit Soya-Gochujang-Sauce und Tofu

Das schiebt aber ganz anders“ – ein Zitat meines guten Freundes Nick. Von diesem Gaumenschmaus hoffe ich, in Zukunft immer Reste im Kühlschrank zu finden. Eine Geschmacksexplosion, unterstützt durch unterschiedliche Texturen und Biss, Saftigkeit und orientalische Würze, die abhängig macht.


Einleitung:

Willkommen zu meinem siebenundzwanzigsten Post bei FlavoursbyJan! Heute mit einer einzigartigen Reispfanne. Ich muss immer noch oft an 2019 denken. Nicht, weil meine Abi-Freunde Kevin, Hannes und ich die Welt bereist haben, sondern weil wir in Sa Pa, Vietnam, die wahrscheinlich beste Reispfanne jemals essen durften.

Es war ein nebliger Tag, und wir konnten kaum zehn Meter weit blicken. Trotzdem führte uns unsere Nase in ein einheimisches Lokal in der Nähe unseres Hostels. Dort gab es eine Reispfanne für umgerechnet einen Euro, von der Hannes direkt zwei bestellte. Ich konnte es damals nicht beschreiben, aber die Konsistenz veränderte etwas in mir.

Der Reis war kein Brei, jedes Korn blieb einzeln und knackig. Die einzelnen Gemüsekomponenten passten zusammen, stachen jedoch auf ihre eigene Weise heraus, und das Essen hatte Biss und war trotzdem dazu gemacht, runtergeschlungen zu werden. Wie sich nach dieser Beschreibung fast von selbst erklärt, kamen wir in unserem drei- oder viertägigen Aufenthalt mehrmals in dieses Lokal zurück.

Auch wenn ich das Rezept damals leider nicht erfragt habe, probiere ich seitdem meine eigenen Versionen dieser saftigen Kunstform – und bin mit diesem Versuch auf jeden Fall am nächsten herangekommen.

Wichtige Tipps von mir sind:

  1. Den Reis vor der Weiterverarbeitung abkühlen lassen. Danach 1 EL Reisessig hinzufügen.
  2. Unbedingt Sojasprossen mit einbeziehen.
  3. Das Gemüse in Sesamöl anbraten.
  4. Beim finalen Anbraten nicht an Öl oder Butter sparen – das kommt dem originalen, leicht „an-frittierten“ Zustand aus den Restaurants am nächsten.
  5. Die Sauce unbedingt nachmachen.

Warum und woher?

Sa Pa steht für mich bis heute für ehrliches, einfaches Essen, das ohne viel Schnickschnack funktioniert und trotzdem alles trifft. Reis bildet dafür die perfekte Basis: sättigend, leicht verdaulich und ideal, um Aromen aufzunehmen. In Kombination mit viel Gemüse und einer ordentlichen Portion Protein entsteht ein Gericht, das nicht nur schmeckt, sondern dem Körper auch wirklich etwas gibt. Genau das liebe ich an dieser Reispfanne – sie macht angenehm satt, ohne träge zu werden. Für mich ist sie eine Hommage an diesen einen nebligen Tag in Vietnam und an die Erkenntnis, wie gut sich Genuss und Ausgewogenheit verbinden lassen.



Hauptzutaten


● 1 Tasse Reis
● ca. 500 g Bohnen
● ca. 250 g Zuckerschoten
● 3 kleine Karotten
● Seidentofu
● 1 große Zwiebel
● 2 Knoblauchzehen
● 1 Stück Ingwer
● Sojasprossen
● Koriander (optional, zum Servieren)
● Sesam
● Sesamöl
● Reisessig
● Salz & Pfeffer

Sauce
● 100 ml Wasser
● 2 EL Sojasauce
● 1 EL Gochujang-Paste (Chili)
● 1 EL Miso-Paste
● Honig nach Bedarf


Zubereitung:


Reis nach Packungsanweisung kochen, anschließend vollständig abkühlen lassen und mit 1 EL Reisessig vermengen. Beiseitestellen.

Seidentofu vorsichtig in grobe Stücke schneiden. Etwas Öl in einer separaten Pfanne erhitzen, den Tofu darin von allen Seiten goldgelb anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Einen kleinen Teil der Sauce zugeben, kurz glasieren lassen, mit Sesam bestreuen und beiseitestellen.

Bohnen putzen, Zuckerschoten halbieren, Karotten in feine Scheiben oder Stifte schneiden. Zwiebel grob würfeln, Knoblauch und Ingwer fein hacken.

Sesamöl in einer großen Pfanne oder einem Wok erhitzen. Zwiebeln kräftig anbraten, Knoblauch und Ingwer kurz mitlaufen lassen, bis alles aromatisch ist.

Karotten, Bohnen und Zuckerschoten dazugeben und bei hoher Hitze anbraten, sodass das Gemüse Biss behält. Sojasprossen kurz unterheben.

Den abgekühlten Reis hinzufügen und alles scharf anbraten. Dabei nicht an Öl oder Butter sparen – der Reis darf leicht „an-frittiert“ sein.

Die restliche Sauce über die Reispfanne geben, gut vermengen und kurz einkochen lassen. Zum Schluss den Tofu unterheben oder separat auf der Reispfanne servieren.

(Mit frischem Koriander toppen und direkt servieren.) Bei Bedarf.


Danke fürs Lesen meines Beitrags. Ich hoffe, ich konnte euch inspirieren, und wünsche viel Spaß beim Nachkochen!