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Miso-Ramen mit Hähnchen und Soya-Ei

Miso-Ramen mit Hähnchen und Soya-Ei

Ramen!! Der absolute Trendwinner der letzten Jahre. Slow-cooked Hähnchen mit einem einzigartigen Geschmack, basierend auf al-dente Eiernudeln, knackigem Gemüse, butterweichen und soya-schlonzigen Eiern. Das knallt und hilft gegen die Karnevals-Psychosen und körperlichen Missstände. Eine Empfehlung für jeden Connaisseur guten Essens.


Einleitung:

Willkommen zum achtundzwanzigsten Post bei FlavoursbyJan! Heute mal wieder mit einem sauleckeren Wohlfühlessen. Der Traum einer jeden Alkoholleiche, die morgens um 12 aufsteht, um 13 Uhr bereits wieder auf der Matte stehen muss, sich aber daran erinnert, gestern einen einzigartigen Gaumenschmaus vorbereitet zu haben. Glaubt mir, dieses Essen ist bei einer Vorbereitungszeit von 45 Min – 1 h ein unvergleichbares Highlight.

Keco und ich sind bereits 2024 in Portugal auf die clevere Idee gekommen, nach jeder durchzechten Nacht morgens direkt den nächsten Ramen-Laden aufzusuchen. Damals empfohlen von Angie und Fabian: Panda Cantina in Lissabon. Schnell haben wir gemerkt, dass dieses tolle Zusammenspiel aus zartem, saftigem Fleisch und einer Brühe, die einen wirklich aus den Latschen lupft, auch nüchtern extrem lecker ist. Seitdem esse ich sehr gerne Ramen und habe euch heute eine der leckersten Varianten nachgekocht: Miso-Ramen. In meiner Version mit einem eher geringen Brühe-Inhalt-Verhältnis, was sich aber ganz leicht anpassen lässt.


Warum und woher?

Ursprünglich kommt Ramen aus Japan, hat seine Wurzeln aber eigentlich in der chinesischen Nudelsuppenküche. Über die Jahre wurde das Gericht dort perfektioniert und ist heute aus Städten wie Tokio, Osaka oder Fukuoka nicht mehr wegzudenken. In Japan wird Ramen teilweise täglich gegessen – schnell, günstig, kompromisslos gut. Jede Region hat ihre eigene Brühe, ihr eigenes Geheimnis, ihren eigenen Stolz.

Und ja, ist das gesund? Kommt drauf an. Klassische Ramen können durch lange gekochte Brühen, viel Salz und Fett echte Kalorienbomben sein. Aber gleichzeitig bekommst du Proteine, Gemüse, fermentierte Zutaten wie Miso und ein rundes, sättigendes Gericht. In meiner Variante: ausgewogen, sättigend und definitiv besser als jede Karnevals-Bratwurst um 11:30 Uhr.



Zutaten:

● 800 g Hähnchen
● 500 g Pilze (bestenfalls Shiitake)
● 1,5 L Gemüsebrühe
● Ramen- oder Eiernudeln

Gemüse & Frische

● 1 Stamm Frühlingszwiebeln
● 1 großer Pak Choi
● Jungbrokkoli
● 1 große Zwiebel
● 1 daumengroßes Stück Ingwer
● 3 Knoblauchzehen

Würze & Umami

● 2 EL Misopaste
● 1 EL Gochujang
● 1 EL Honig
● Reiswein
● Sesamöl
● Sojasauce
● Sesam

Topping

● Sojasauce-eingelegte Eier


Zubereitung:

1. Fleisch vorbereiten
Hähnchen großzügig würzen und scharf anbraten. Herausnehmen, Bratensaft im Topf lassen.

2. Aromabasis bauen
Zwiebel, Ingwer und Knoblauch im Bratensaft anbraten. Mit Reiswein und einem Schuss Sesamöl ablöschen.

3. Brühe ansetzen
Mit 1,5 L Gemüsebrühe aufgießen. Misopaste, Gochujang und Honig einrühren. Hähnchen zurück in den Topf geben.

4. Slow Cook
2–3 Stunden sanft köcheln lassen, damit das Fleisch butterweich wird und die Brühe richtig Wumms bekommt.

5. Gemüse rein
10 Minuten vor Ende Pilze, Pak Choi und Jungbrokkoli dazugeben.

6. Nudeln & Finish
5 Minuten vor Schluss Nudeln und Sesam hinzufügen. Mit Sojasauce abschmecken.

7. Anrichten
In Schüsseln füllen, Hähnchen schneiden oder zupfen, mit eingelegtem Ei und Frühlingszwiebeln toppen.


Danke fürs Lesen meines Beitrags. Ich hoffe, ich konnte euch inspirieren, und wünsche viel Spaß beim Nachkochen!