Erdnuss-Curry Hähnchen und Bohnen
Letzte Woche war sehr gesund, kalt und obstig. Diese Woche wird’s wieder heavy, cremig und wunderbar zart. Eins meiner Lieblings‑Bestellessen. Wahrscheinlich eines der besten Gerichte für die typische Was‑könntest‑du‑jeden‑Tag‑essen‑Frage. Ein Curry, welches schmackhaftes, butterzartes Hähnchen mitbringt, frische Knackigkeit durch Bohnen und Koriander und einen geilen Erdnussgeschmack.
Einleitung:
Willkommen zum fünfunddreißigsten Post bei FlavoursbyJan! Diesmal mit einem Gericht aus der indischen Küche. Ein Essen, welches Meilensteine in Cremigkeit, Textur und Wohlfühllevel knackt. Butter Chicken oder ähnliche Bestellungen sind seit Jahren fester Bestandteil meiner klassischen Routine, wenn ich auswärts essen gehe. Leider ist es gerade bei indischem Essen so, dass die Qualität stark schwankt, man sich auf seine Lieblingsquelle festlegen muss und der Preis bis zu 25–30 Euro ausschlagen kann. Wenn ihr meiner heutigen Rezeptidee folgt, werdet ihr feststellen, dass sich dieser Gaumenschmaus für ca. 12 Euro sehr lecker nachkochen lässt und für zwei Essen reicht.
Wichtig beim Nachkochen ist – wie in fast allen meinen Gerichten, die in der Pfanne zubereitet werden – der richtige Nutzen des Fonds. Das Hähnchen, welches ihr hier zu Beginn scharf anbratet, bildet die wichtige Grundlage. Das Hähnchen sondert Fett ab, welches für das Anbraten weiterer Zutaten verwendet werden kann, und der abgelöschte Fond ist die Basis dieses herrlichen Currys.
Warum und woher?
Leider war ich noch nie in Indien – für die Kulinarik, Landschaft und Kultur würde ich das irgendwann gern machen. Deshalb stammen meine Proben indischen Essens stets von Restaurants in Deutschland. Trotzdem ist meine Liebe zu den wunderbar gewürzten und kräftigen Currys seit der ersten Kostprobe sehr präsent, und ich freue mich stets auf Naanbrot und ein dazu passendes Gericht.
Currygerichte haben ihren Ursprung in Südasien, besonders in Indien, wo Gewürzmischungen (Masalas) seit Jahrhunderten entwickelt werden. Durch Handel, Kolonialgeschichte und globale Küche verbreiteten sich Currys weltweit und wurden in Ländern wie Thailand, Japan oder der Karibik jeweils neu interpretiert.






Rezept:
Zutaten:
- 400 g Bohnen
- 700 g Hähnchenbrust (hier 2 Schenkel)
- 1 Dose Kokosmilch
- 500 ml Gemüsebrühe
- 1 EL Erdnussmus
- 100 g Erdnüsse
- 1 große Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Stück Ingwer
- 1 Tasse Reis
- 25 g Koriander oder Petersilie
- Currygewürz oder Currypaste
- Sesamöl zum Anbraten
Zubereitung:
- Hähnchen scharf anbraten
In einer gusseisernen Pfanne das Hähnchen in etwas Sesamöl kräftig anbraten, bis es Farbe bekommt. Herausnehmen und beiseitestellen. - Zwiebeln anschwitzen
Die gehackte Zwiebel in derselben Pfanne glasig braten. - Knoblauch & Ingwer hinzufügen
Nach etwa fünf Minuten Knoblauch und Ingwer dazugeben und weiter in Sesamöl anrösten. - Mit Gemüsebrühe ablöschen
Kurz bevor der Fond zu dunkel wird, mit der Brühe ablöschen. - Kokosmilch, Erdnussmus & Currypaste einrühren
Alles gut verrühren, bis eine cremige Basis entsteht. - Hähnchen zurück in die Pfanne legen
Das Fleisch wieder in die Sauce geben und bei niedriger Hitze 2–3 Stunden köcheln lassen, bis es butterzart ist. - Bohnen & Erdnüsse hinzufügen
Die bereits angebratenen Bohnen und die Erdnüsse einrühren und fünf Minuten ziehen lassen. - Mit Reis & frischen Kräutern servieren
Mit Koriander oder Petersilie toppen und zusammen mit Reis genießen.

Danke fürs Lesen meines Beitrags. Ich hoffe, ich konnte euch inspirieren, und wünsche viel Spaß beim Nachkochen!